Wohnen

Richtig Heizen + Richtig Lüften = Geld Sparen & Gesund Leben

Mindestens einmal jährlich, wenn die Heizkostenabrechnung ins Haus flattert, fragt man sich als Mieter oder Eigentümer: „Heize ich richtig oder schmeiße ich mein Geld buchstäblich zum Fenster raus?“ Noch größer wird die Verunsicherung, wenn man in Folge falschen Lüftens Schimmelflecken an Decken und Wänden entdeckt und horrende Summen für deren Entfernung ins Haus stehen sieht. Lüften und Heizen sind eng mit einander verwoben und für gesundes Wohnen unumgänglich. Wir räumen mit einigen Mythen auf und zeigen Tipps fürs Wohlfühlzuhause.

Gut gelüftet, ist halb gewonnen

Häufig vergessen wir, dass jeder Mensch abhängig von Alter und Geschlecht zu 50-70 Prozent aus Wasser besteht. Einen minimalen Teil hiervon nutzt der Körper, um sich per Transpiration zu kühlen oder Giftstoffe auszuscheiden. An und für sich kein Problem, solange für eine ausreichende Luftzirkulation gesorgt wird. Besonders im Winter treibt es den Menschen aber seltener an die frische Luft, als in sein heimeliges, gut isoliertes Zuhause. Laut Bundesverbraucherzentrale sondert ein Mensch bei leichten Aktivitäten rund 75 Gramm Feuchtigkeit pro Stunde ab, was hochgerechnet auf einen Vierpersonenhaushalt einer täglichen Menge von zwölf Litern Wasserdampf entspricht. Andere ‚Feuchtigkeitsspender‘ sind beispielsweise Pflanzen (ca.10g/h), simples Kochen (600-1500 g/h) oder Waschen (50-200g/h). So gelangen an einem Wochenende bis zu 30 Liter Feuchtigkeit in die Wohnung. Übersteigt die Luftfeuchtigkeit in geschlossenen Räumen einen Wert von 60 Prozent ist Vorsicht geboten, ab 70 Prozent hat sich in der Regel erster Schimmel an Ecken und Wänden gebildet. 

Sofern sich Schimmelsporen auf abwischbaren Oberflächen breitgemacht haben, kann man noch selbst mit Anti-Schimmel Produkten gegenwirken, ist jedoch das Mauerwerk befallen, hilft nur professioneller Rat. Daher gilt beim Lüften: „Vorsorge ist besser als Nachsicht.“ 

  1. Lüften Sie  besonders im Winter zwei bis vier Mal täglich. 
  2. Dabei keinesfalls das Fenster auf Kipp lassen, sondern speerangelweit öffnen und idealerweise für Durchzug sorgen. Nach zwei Minuten können Sie das Fenster wieder schließen – oder nach  circa sieben Minuten ohne Durchzug. 
  3. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann im Baumarkt „Thermo-Hygrometer“ zu überschaubaren Preisen erstehen. Diese Geräte messen die relative Luftfeuchtigkeit und zeigen an, wann die Schimmelgefahr gebannt ist. Für gewöhnlich reicht ein Wert zwischen 45-60 Prozent aus.
  4. Nur in Ausnahmefällen sind Luftentfeuchter von Nöten. Halten Sie vor Anschaffung Rücksprache mit einem Experten, sonst entpuppen sich die kleinen Helfer schnell als nutzlose Stromfresser.

Ein paradoxer Tipp: Warum richtiges Lüften die Heizkosten senkt

Wer im Winter zu wenig lüftet, treibt die Heizkosten nach oben. Der Grund: Schlecht gelüftete Wohnungen sind feuchte Wohnungen. Feuchte Luft lässt sich jedoch wesentlich schlechter erwärmen als trockene. Daher: Fenster regelmäßig auf und Heizkosten dauerhaft runter.

Tipps zum cleveren Heizen

Egal, ob Sie mit Pelletheizung, Heizöl, Nachtspeicher oder Kamin heizen, mit den richtigen Tricks lässt sich garantiert Geld sparen. Die allgemeine Wohlfühltemperatur für Menschen wird von Experten im Bereich von 18 bis 23 Grad verortet. Darunter wird es nicht nur frisch, auch steigt die Luftfeuchtigkeit durch fehlende Kondensation und die Wohnung fühlt sich ‚klamm‘ an. Über der Temperatur-Höchstgrenze mag es zwar heimelig anmuten, doch trocknen so auf Dauer die Schleimhäute des Menschen aus. 

Unsere Expertentipps:

  1. Im Bad darf es gerne wärmer sein (circa 23 Grad), als in Wohnräumen, wo etwa 19 bis 21 Grad herrschen sollten. 
  2. Experten empfehlen für einen gesunden Schlaf, die Schlafzimmertemperatur auf 18 Grad zu drosseln. 
  3. In wenig genutzten Zimmern, wie Abstellkammern oder Hauswirtschaftsräumen sollte die Temperatur niemals unter 14 Grad sinken, da sonst erhebliche Mengen Feuchtigkeit kondensieren können und zur Schimmelbildung beitragen.
  4. Sorgen Sie für konstante Verhältnisse: Justieren Sie Ihren Regler einmal richtig und fahren ihn nur bei geplanter Abwesenheit von über zwölf Stunden runter. Häufiges Wiederaufheizen von Räumen verbraucht nämlich mehr  Energie als konstantes Heizen. 

Eine Faustregel für Sparfüchse:

Laut Bundesverbraucherzentrale  führt eine Absenkung der Raumtemperatur um 1 Grad zu einer Heizkostenersparnis von rund 6%. Im Beispiel einer Senkung von 24 auf 20 Grad ließen sich somit 20 bis 25 Prozent der jährlichen Heizkosten sparen, ganz ohne zu frieren oder gar die Gesundheit aufs Spiel zu setzen. 


Zum Weiterlesen

Clevere Tipps für einen gesunden Schlaf finden Sie hier.

Worauf Allergiker im Haushalt besonders achten sollten und wo Allergene überall lauern können, entnehmen Sie unserem Beitrag „Der Feind in meinem Bett“. 

Mehr Familienzeit: Zwei Helfer verkürzen den Frühjahrsputz

Mit Stolz präsentieren wir unser neues Dream-Team für saubere Böden und Fenster: Kobold SP530 & VG100.

VG100 Fensterreiniger

Mehr entdecken

VK150 HANDSTAUBSAUGER

Mehr entdecken