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Hausstauballergie: Die Allergie im Wohlfühlzuhause

Gesundheit

Mit dem bloßen Auge sind sie kaum zu erkennen. Trotzdem können Hausstaubmilben Allergikern das Leben zur Hölle machen. So kann es in Ihrem Eigenheim trotz penibler Sauberkeit ungemütlich werden: Nasekribbeln, Halskratzen oder Augentränen sind die Folgen. Allein vier Millionen Menschen werden von einer Hausstauballergie geplagt. Wie Sie den Angriffen Zuhause am besten entgegenwirken können – lesen Sie selbst.

Was ist eine Hausstauballergie?

Der Hauptauslöser dieser allergischen Reaktion im Wohnraum ist Staub. Vorab sei gesagt: Kein Mensch ist gegen Staub allergisch, sondern nur gegen das, woraus Staub besteht. Hauptsächlich sind das die Hinterlassenschaften des wohl unbeliebtesten Mitbewohners überhaupt – der Hausstaubmilbe. Diese mit dem bloßen Auge kaum erkennbaren, ca. 0,4 mm großen Spinnentierchen übertragen keine Krankheiten, aber ihre Exkremente  bzw. die darin enthaltenen Eiweiße sind die Auslöser für die Hausstauballergie – die wohl eher Milbenkotallergie oder Hausstaubmilbenallergie heißen müsste. In einem Gramm Hausstaub stecken bis zu 15.000 Milben, wobei jedes einzelne Spinnentier hinterlässt täglich rund zwanzig Kotkügelchen.

Symptome einer Milbenallergie - Wenn die Niesattacken losgehen

  • Husten
  • Niesanfälle
  • Schnupfen 
  • Halsschmerzen
  • Kopfschmerzen
  • Atemnot 
  • juckende Augen 
  • unruhiger Schlaf 
Die Symptome einer Hausstauballergie sind somit vielfältig. Besonders stark treten die allergischen Reaktionen nachts oder am Morgen auf. Das liegt daran, dass die Konzentration an Allergenen in der Matratze am höchsten ist. Durch die Bewegungen im Schlaf, wird der Milbenkot aufgewirbelt und eingeatmet. Doch auch das Staubaufwirbeln beim Saugen oder Wischen kann Beschwerden auslösen.

Ist mein Zuhause zu schmutzig? – Ursachen der Hausstauballergie

Das Wichtigste vorweg: Eine Hausstauballergie hat nichts mit einem unsauberen Zuhause zu tun. Die allergische Reaktion entsteht durch den Kontakt mit dem Milbenkot, der sich nie gänzlich aus einem Haus entfernen lässt. Während Ihres gesamten Lebens, kommt Ihr Immunsystem mit Fremdkörpern in Kontakt. Das Immunsystem entscheidet dann, ob dieser Fremdling für den Körper schädlich ist. Bei einer Allergie findet eine falsche Einschätzung des Immunsystems statt. Ein harmloser Stoff wird als gefährlich für den eigenen Körper eingestuft und verursacht eine Überempfindlichkeitsreaktion. Häufig fällt es dem Immunsystem schwer, körperfremde Eiweiße oder chemische Stoffe als harmlos einzuschätzen.

Wann ist die höchste Milbenbelastung?

Die Hausstaubmilbe fühlt sich bei warmer, feuchter Luft wohl. Besonders gut können sich die Milben im Sommer und im Herbst vermehren. Wenn es wieder kälter wird, sterben die Spinnentiere zwar ab, doch die Heizungsluft trocknet den Kot aus, der sich dann besonders gut im Staub und später in der Luft verteilen kann. Wenn Sie das Gefühl haben, eine Allergie zu entwickeln, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Allergologen können mit speziellen Tests Ihren Verdacht überprüfen.

Hilfe ich bin allergisch: Tipps gegen Hausstaubmilben

Neben täglichem Lüften, gründlichem Saugen zum Beispiel mit der Elektrobürste und regelmäßigem Waschen der Bettwäsche, ist es empfehlenswert die Matratze regelmäßig mit einem Matratzenreiniger, beispielsweise eine Matratzenbürste zu reinigen. Letzteres dient auch der gründlichen Entfernung von Mikropartikeln in Teppichen und Vorhängen. Zudem gibt es milbendichte Überzüge für Matratzen und bestimmte Allergiker Bettwäsche. Generell sollte die Bettwäsche oft gewechselt und bei 95°C gewaschen werden. Auch Plüschtiere sind Staubfänger. Es hilft, sie eine Nacht lang in die Kühltruhe zu legen, um die Milben abzutöten, die der Kälte nicht lange standhalten. Ganz los wird man die Milben allerdings nie, was jedoch nicht schlimm ist, wenn man gewisse Tipps beachtet.

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