KOBOLD Magazin

Hartnäckige Flecken auf dem Teppich

Wissen
Mit der Zeit reicht Staubsaugen nicht mehr aus – da hilft nur noch eine Grundreinigung des Teppichs. Neben den alltäglichen Verschmutzungen, passieren auch immer wieder kleine Missgeschicke, die hartnäckige Flecken hinterlassen. Wir wollen klären: Hilft Salz wirklich am besten bei Rotweinflecken? Und wie bekommt man Kaugummi aus Teppichfasern?

Wenn der Staubsauger an seine Grenzen stößt

Der Staubsauger ist ein treuer Diener im Haushalt und als Teppichreiniger die unangefochtene Nummer Eins. Loser Schmutz, Krümel und Staub sind für ihn gefundenes Fressen und verschwinden im Handumdrehen von den Teppichen. Gegen haftenden Schmutz, wie zum Beispiel Fettschmutz oder auch Kaffeeflecken, ist manch Staubsauger jedoch machtlos. Diese Verschmutzungen bleiben zunächst unsichtbar, mit der Zeit lagern sich jedoch immer mehr Schmutzteilchen an – auch farbige Partikel – und hinterlassen auf dem Teppich deutliche Abnutzungserscheinungen. Ein Hartbodenreiniger kann bei Hartböden Abhilfe schaffen, stößt allerdings bei hartnäckigeren Flecken ebenfalls an seine Grenzen.

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  • Automatische Bodenerkennung
  • Tiefenrein auf allen Böden

Fleckentipps aus Omas Nähkästchen

"Fleck-weg-Mythen" aus Großmutters Haushalts-Nähkästchen sollen Produkten aus dem Chemielabor in diesen Fällen durchaus die Stirn bieten können. Es dauert nicht lang, da segelt das erste Glas Rotwein zielsicher auf den neuen hellen Wohnzimmer-Teppich. Omas Tipp: Jetzt heißt es, schnell reagieren und eine gute Handvoll Salz auf die betroffene Stelle schütten. Das funktioniert allerdings nur, solange der Fleck noch nass ist. Was steckt dahinter? Das Salz soll dem verschütteten Wein seine Feuchtigkeit entziehen, noch ehe dessen Farbstoffe (Anthozyane) in die Fasern gespült werden und sich dort festsetzen. Theoretisch können die pulverartigen Rückstände später leicht ausgebürstet werden. In der Praxis lässt sich der Einsatz weiterer Fleckentferner – insbesondere bei hellen Teppichen – zumeist  nicht umgehen.

Ist den Kids beim Toben ein Kaugummi aus dem Mund gefallen, auf dem Boden gelandet und hat sich dort so richtig schön festgetreten? Der Mythos: Ein ‚Kälte-Schock‘ per Eiswürfel oder speziellem Eis-Spray hilft, um den Kaugummi wieder zu entfernen. Was steckt dahinter? Die Kaumasse eines Kaugummis besteht vorwiegend aus elastischen Harzen, Kautschuk und Milchsäften. Durch Temperaturabfall werden die Basen starr und verlieren ihre Haftung an Fasern. Bei glatten Kunstfasern ist diese Methode meist gut anwendbar, stößt aber spätestens bei Langflorteppichen an ihre Grenzen. Hier muss ein spezielles Lösungsmittel hinzugezogen werden, um den Teppich tiefenzureinigen.

Grasflecken sollen sich am besten mithilfe mentholhaltiger Zahnpasta aus Textilien und Teppichen entfernen lassen. Die Paste wird hierbei in den Fleck eingearbeitet und anschließend mit Wasser und Waschmittel wieder aufgeschäumt. Was verbirgt sich hinter dem Mythos? Durch Menthol wird das Chlorophyll, welches sich in den Grasflecken verbirgt, binnen kurzer Zeit aus den Fasern herausgelöst. Das Seifenwasser lässt die Faser aufquellen und sorgt dafür, dass die Zahnpastareste wieder entfernt werden. Doch Vorsicht: Da viele Zahnpasten Bleichmittel enthalten, ist von Experimenten auf gefärbten Teppichen abzuraten.

Drei sichere Methoden der Teppichreinigung

Auch wenn dem Teppich keines der oben genannten Malheure widerfährt, steht hin und wieder eine Grundreinigung an. Ein einfacher Wischtest zeigt, wie es um den Teppich steht. Dazu muss lediglich ein Stück weißes Papier über verfärbte oder viel benutzte Stellen des Teppichs gewischt werden. Verfärbt sich das Papier schwarz, empfiehlt sich eine Tiefenreinigung.

Sprühextraktion

Bei der Sprühextraktion wird ein flüssiges Reinigungsmittel unter viel Druck in den Teppichflor eingesprüht. Dadurch lösen sich Schmutzartikel, die anschließend einfach aufgesaugt werden können. Die Sprühextraktion ist ein aufwändiges Verfahren und eine unsachgemäße Durchführung kann Schäden am Bodenbelag verursachen. Daher sollte sie von einem Fachmann durchgeführt werden.

Vorteile:

  • Sehr gründliche Reinigung
  • Tiefenwirksam

Nachteile:

  • Reinigung nur mit Spezialgerät möglich
  • Zeitintensiv
  • Lange Trocknungszeit
  • Gereinigte Fläche ist nicht sofort wieder begehbar
  • Teppichverklebung kann sich lösen
  • Zu hohe Feuchtigkeitsmenge kann den Bodenbelag schädigen
  • Fleckenbildung bei falscher Anwendung

Passende Produkte

Das Koboclean Reinigungs- und Pflegemittel

Shampoonierung

Eine Shampoonierung erfolgt in zwei Arbeitsschritten. Das Reinigungsmittel wird aufgetragen und anschließend in den Teppich einmassiert. Ein Nasssauger oder Sprühextraktionsgerät nimmt die zurückgebliebene Schmutzlösung auf. Einen kleinen Haken gibt es leider: Auch die Shampoonierung ist ein aufwändiges Verfahren, das nur ein Fachmann durchführen sollte, denn die Gefahr von Schäden durch eine unsachgemäße Anwendung ist groß.

Vorteile:

  • Sehr gründliche Reinigung
  • Ausgezeichnete Tiefenwirkung

Nachteile:

  • Reinigung nur mit Spezialgerät möglich
  • Zeitintensiv
  • Lange Trocknungszeit
  • Gereinigte Fläche ist nicht sofort wieder begehbar
  • Teppichverklebung kann sich lösen
  • Zu hohe Feuchtigkeitsmenge kann den Bodenbelag schädigen
  • Fleckenbildung bei falscher Anwendung

Pulverreinigung

Der Teppich wird gründlich abgesaugt, anschließend ein Reinigungspulver - zum Beispiel Vorwerk Kobosan active - aufgestreut und in den Teppich eingearbeitet. Nach kurzem Einwirken wird der Teppich erneut abgesaugt Die Pulverreinigung entfernt hartnäckigen Fettschmutz aus dem Teppich. Sogar Allergien auslösende Stoffe wie Milbenkot werden gründlich beseitigt.

Vorteile:

  • Boden jederzeit begehbar
  • Kurze Trocknungszeit
  • Schnelle und unkomplizierte Reinigung
  • Keine aufwändigen Spezialgeräte erforderlich
  • Ausgezeichnete Reinigungswirkung

Nachteile:

  • Kinder sollten während der Einwirkzeit vorsichtshalber vom Teppich ferngehalten werden


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